Dieser Medudy-Kurs ist ein Video-Podcast für Ärztinnen und Ärzte zur PIFPAF-PFA-Studie, die als Late-Breaking Clinical Trial auf dem ESC-Kongress 2026 in München vorgestellt und zeitgleich im JAMA publiziert wurde. Prof. Dr. Christian-Hendrik Heeger und Prof. Dr. Roland Tilz diskutieren die erste randomisierte Studie zur zusätzlichen Hinterwandisolation (PWI) ergänzend zur Pulmonalvenenisolation (PVI) mittels Pulsed-Field-Ablation (PFA) bei Patientinnen und Patienten mit symptomatischem persistierendem Vorhofflimmern. Sie erläutern das Design der Investigator-initiierten, multizentrischen Schweizer Studie mit 206 Patientinnen und Patienten, die 1:1 auf alleinige PVI versus PVI plus PWI mit einem Pentaspline-PFA-Katheter randomisiert wurden, das kontinuierliche Rhythmusmonitoring mit implantierbaren Ereignisrekordern sowie das zentrale primären Endpunkt – jede atriale Tachyarrhythmie über 30 Sekunden zwischen Tag 91 und 365 (50,6 % vs. 60,6 %) –, aber eine signifikant geringere Vorhofflimmerlast und weniger lang anhaltende Episoden mit zusätzlicher Hinterwandisolation. Die Experten erklären, warum die Hinterwand ein plausibles Ablationsziel ist, warum PFA die Sicherheits- und Dauerhaftigkeitslimitationen thermischer Energieformen überwindet und warum die 30-Sekunden-Regel und die geringe Fallzahl einen tatsächlichen Therapieeffekt verdeckt haben könnten. Darüber hinaus diskutieren sie die zusätzlichen PFA-Applikationen und die Prozedurzeit, die Sorge vor Hämolyse und wie sie die Hinterwandablation im Praxisalltag anhand von 3D-Mapping und Niedervoltage-Arealen individualisieren.
Hinweis: Alle in den Medudy-Videos auftretenden „Sprecher” sind KI-basierte Avatare, die zur Steigerung der Zugänglichkeit eingesetzt werden. Die Personen, auf denen die Avatare basieren, haben die Verwendung ausdrücklich zugestimmt. Alle Inhalte basieren auf hochwertigen wissenschaftlichen Quellen und werden von unserem medizinischen Team von Medudy erstellt und geprüft.
Am Ende dieses Kurses wissen Sie:
- das Design, die Patientenpopulation und die Endpunkte der PIFPAF-PFA-Studie zum Vergleich von alleiniger PVI mit PVI plus Hinterwandisolation mittels Pulsed-Field-Ablation bei persistierendem Vorhofflimmern.
- die elektrophysiologische und embryologische Rationale für die linksatriale Hinterwand als Ablationsziel sowie die Vorteile der PFA gegenüber thermischen Energieformen hinsichtlich Ösophagussicherheit und Läsionsdauerhaftigkeit.
- die Ergebnisse zum primären Endpunkt und zu den vordefinierten sekundären Endpunkten, insbesondere Vorhofflimmerlast und Rezidive mit einer Dauer über einer Stunde.
- die Limitationen der Studie, darunter die strenge 30-Sekunden-Rezidivdefinition, die Fallzahl und die Anzahl der an der Hinterwand abgegebenen PFA-Applikationen.
- warum Vorhofflimmerlast und Lebensqualität klinisch relevantere Endpunkte für den Ablationserfolg sein könnten als ein einzelnes Rezidiv über 30 Sekunden.
- praktische Strategien für den individualisierten Einsatz der Hinterwandablation bei persistierendem Vorhofflimmern, einschließlich 3D-Mapping, Niedervoltage-Arealen und moderater Energieabgabe.


