ESC 2026: Die SINGLE-AF-Studie – Antikoagulation schon bei intermediärem Schlaganfallrisiko?

Dieser Medudy-Kurs ist ein Video-Podcast für Ärztinnen und Ärzte zur SINGLE-AF-Studie, die als Hot-Line-/Late-Breaking Clinical Trial auf dem ESC-Kongress 2026 in München vorgestellt und zeitgleich im New England Journal of Medicine publiziert wurde. Prof. Dr. Christian-Hendrik Heeger und Prof. Dr. Julian Chun diskutieren die erste randomisierte Studie zur direkten oralen Antikoagulation (DOAK) bei Patientinnen und Patienten mit Vorhofflimmern und intermediärem Schlaganfallrisiko (CHA2DS2-VASc-Score von 1 bei Männern bzw. 2 bei Frauen).

Sie erläutern das Design der prospektiven, multizentrischen koreanischen Studie mit 1.803 Patientinnen und Patienten, die 1:1 auf Apixaban oder Rivaroxaban versus keine Antikoagulation randomisiert wurden, sowie das zentrale Ergebnis nach zwei Jahren: eine signifikante Reduktion des kombinierten primären Endpunkts aus Schlaganfall, systemischer Embolie, schwerer Blutung oder kardiovaskulärem Tod von 1,5 % auf 0,5 %, getrieben vor allem durch weniger Schlaganfälle und ohne Zunahme schwerer Blutungen. Die Experten bewerten kritisch die niedrigen absoluten Ereignisraten, den Aspirin-Einsatz in der Kontrollgruppe und die Übertragbarkeit einer ostasiatischen Kohorte auf westeuropäische Patientinnen und Patienten. Darüber hinaus übersetzen sie die Ergebnisse in den Praxisalltag: Wie berät man den typischen Patienten mit nur einem Risikofaktor, wie ordnen sich die Daten in die aktuelle IIa-Empfehlung ein, welche Rolle spielen Katheterablation und AF-Burden, und wann kann die orale Antikoagulation nach erfolgreicher Ablation neu bewertet werden?

Hinweis: Alle in den Medudy-Videos auftretenden „Sprecher“ sind KI-basierte Avatare, die zur besseren Didaktik eingesetzt werden. Die Personen, auf denen die Avatare basieren, haben ihrer Verwendung ausdrücklich zugestimmt. Alle Inhalte basieren auf hochwertigen wissenschaftlichen Quellen und werden vom medizinischen Team von Medudy erstellt und geprüft.

Nach Abschluss dieses Kurses kennen Sie:

  • das Design, die Patientenpopulation und die Endpunkte der SINGLE-AF-Studie bei Vorhofflimmern mit intermediärem Schlaganfallrisiko (CHA2DS2-VASc-Score von 1 bei Männern bzw. 2 bei Frauen).
  • die wesentlichen Ergebnisse zum kombinierten primären Endpunkt aus Schlaganfall, systemischer Embolie, schwerer Blutung oder kardiovaskulärem Tod unter DOAK-Therapie versus keine Antikoagulation.
  • die Sicherheitsdaten der Studie und warum die Reduktion thromboembolischer Ereignisse nicht durch eine Zunahme schwerer Blutungen erkauft wurde.
  • die Limitationen der Studie, darunter die geringe Ereigniszahl, der Aspirin-Einsatz in der Kontrollgruppe und die Übertragbarkeit einer ostasiatischen Kohorte auf die westeuropäische Praxis.
  • wie sich die Ergebnisse in die aktuelle IIa-Empfehlung zur Antikoagulation bei intermediärem Schlaganfallrisiko einordnen und was sie für künftige Leitlinien bedeuten könnten.
  • praktische Strategien für eine individualisierte Entscheidungsfindung, einschließlich der Rolle der Katheterablation, des AF-Burden und der Neubewertung der oralen Antikoagulation nach erfolgreicher Ablation.

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